Rückzug in’s Schneckenhaus – Klappe zu

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Heute schreib ich über ein Phänomen, dass wahrscheinlich jeder von euch kennt und welches ich auch immer wieder erlebe. Den Rückzug eines Menschen – aus Angst (wovor auch immer).

Da ich (und ich hoffe ihr auch nicht) Menschen in keiner Weise bedrohe (weder körperlich noch verbal oder durch Gesten), will ich diese Angst einfach mal aus meiner Betrachtung ausschließen.

Aber was bleibt den übrig, wenn die Angst vor Repressalien wegfällt?

In vielen Fällen ist es die Angst die Aufkommt, wenn ein Gespräch einen Verlauf nimmt, in dem der Mensch spürt, dass die eigene Sichtweise hinterfragt wird, oder gar zu bröckeln beginnen könnte.

Ich versuch es in ein Beispiel zu verpacken:

Stellt euch vor, jemand ist mit angeborener Rot-Grün Blindheit geboren worden, und weiß das nicht. Es ist niemandem aufgefallen – weshalb auch immer. Wenn dieser Mensch nun im Erwachsenenalter zum ersten mal was von Rot-Grün-Blindheit hört, wird er sich nicht betroffen fühlen (das hätte er ja gemerkt – oder nicht?), also ignoriert er es weiterhin. Wenn nun in späteren Jahren eine Sehschwäche dazukommt und er zum Optiker oder Augenarzt geht (das erste mal in seinem Leben), und dieser ihm sagt, er sei Altersweitsichtig und Rot-Grün-Blind. Was glaubt ihr, was dieser Mensch denkt? Das mit der Altersweitsichtigkeit hat er ja erwartet, aber Rot-Grün-Blindheit ist sehr unerwartet. Er lebt doch schon sein ganzes Leben ohne Rot-Grün-Blind zu sein??? Oder etwa doch?

In diesem Beispiel hat dieser Mensch 2 Situationen in denen er auf etwas hingewiesen wird, das er bisher nicht wußte. Beim ersten Mal fühlt er sich nicht betroffen und ignoriert den Hinweis. Beim zweiten Mal – beim Arzt – hat er nun die Möglichkeit, diese neue Wahrheit anzunehmen – was aber viele weiterführende Fragen aufwerfen würde – oder diese neue Wahrheit als Fehler abzustempeln, sich in sein gewohntes Leben zurückzuziehen ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden.

Warum gehe ich auf diesen Punkt überhaupt ein?

Gerade im Network Marketing stehen wir oft vor Menschen, denen wir etwas sagen oder zeigen das sie bisher nicht wußten (grundsätzliches zum Geld verdienen in der Branche, oder Produktdetails die ein Weltbild ändern können,…). Und jeder dieser Menschen, hat jedes Mal die Wahl sich in sein Schneckenhaus zurückzuziehen, oder bei uns zu bleiben. Natürlich hoffen wir, dass Menschen offen sind, für das was wir zu vermitteln haben, aber oft überfordern wir die Menschen die vor uns stehen einfach mit den Worten und Gesten die wir verwenden.

Die Frage ist nicht, wie wir verhindern könnten das sich die Menschen zurückziehen (das können wir nicht). Die Frage ist vielmehr, wie wir es den Menschen leicht machen können bei uns zu bleiben.

Ich gestehe – hierzu kenne ich kein Patentrezept, das immer funktioniert – aber ich kenne einen sicheren Weg um Menschen dauerhaft in ihr Schneckenhaus zu scheuchen.

Die WENN-DANN Drohung
die auch bei Eltern ganz beliebt ist, wenn die Kinder nicht das machen was sie sollen.

WENN du nicht still sitzt, DANN kriegst du keinen Nachtisch…..

oder im Bezug auf Network

WENN du nicht mitmachst, DANN bist du selbst schuld, wenn du im Alter am Hungertuch nagst….

oder

WENN du das nicht trinkst, DANN wirst du krank werden und leiden ….

Zugegeben, ich hab jetzt bewusst überzeichnet, aber kennt ihr das auch? Es ist so ein verlockendes Wortspiel, so logisch, so … unmenschlich

Also, denkt einfach mal drüber nach, OB ihr diese Worte auch verwendet, und wie die Menschen darauf reagieren wenn ihr so sprecht. Vielleicht fallen euch dann auch Alternativen ein!

Das Telefon – der natürliche Freund(Feind) des Networkers?

Hi zusammen, die letzte Woche war sehr dicht gepackt, weshalb ich nicht dazugekommen bin, hier weiterzumachen – aber heute nehme ich mir wieder mal die Zeit dafür.

Das Thema ist wohl bekannt – unser Telefon, dessen Verwendung und die Angst davor

Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich euch noch mal von meinen eigenen Anfängen und Missverständnissen erzählen. Wie ich schon mal ausgeführt habe, dachte ich am Anfang ich wäre Verkäufer und Warenpräsentator, und verkaufte einen Großteil direkt aus dem Kofferraum meines Kombi. Weshalb tat ich mir diese Tortour an? Ganz einfach – ich wusste nicht woher ich Kontakte zaubern sollte, und hab jeden vereinbarten Termin mit einer Türklinken-Tour in der entsprechenden Gegend kombiniert.

Auch damals telefonierte ich – um mit Kunden in Kontakt zu bleiben, aber 90% meiner Zeit (6-9 Stunden/Tag) verbrachte ich im Auto mit den “Verkaufstouren”. Und verdiente dabei kaum einen Cent weil das Auto sämtliche Margen auffraß.

Heute ist das ganz anders.

Ca. 80% meiner Arbeit erledige ich heute mit Telefon und Internet, d. h. ca. 1200-1500 Minuten Telefongespräche /Monat ( ca. 350-400 Einzelgespräche) + täglich 1Stunde Internet = ca. 50 Stunden Arbeit/Monat = ca. 11 Stunden Arbeit/ Woche = in ca. 2 Stunden/Tag erledige ich 80% meiner Arbeit.

Deshalb möchte ich heute auf den natürlichen Freund des Networkers eingehen

Viele Neueinsteiger fürchten sich vor dem Telefongespräch – aber es lohnt sich dieser Herausforderung zu stellen.

Vorbereitung ist ALLES:

Bevor man das Telefon zur Hand nimmt sollte man Einiges überlegt und zurecht gelegt haben.

1) RUHE schaffen – nichts verhindert den Erfolg beim telefonieren so effizient wie Störungen aus  dem Hintergrund

2) WEN rufe ich WESHALB an? -  (Namensliste!!!) für den positiven Gesprächseinstieg eignen sich persönliche Dinge sehr gut ( ….weil ich Sie als netten aufgeschlossenen Menschen mit Durchsetzungskraft in Erinnerung habe; …weil die gemeinsame Freundin xxx empfohlen hat ich sollte mich an Sie als kompetenten Ansprechpartner wenden; …)

3) WAS ist das Ziel des Telefonats? - Info-email, Termin, Meeting, Verkaufsabschluss,…. – wenn sie selbst nicht wissen was sie wollen, woher soll es dann der Angerufene erkennen

4) WIE (mit welchen Worten) erreiche ich das Ziel? – Schreiben Sie sich kurze prägnante Sätze zusammen, die Ihr Anliegen positiv formuliert (für den Angerufenen) klarstellen. Auch auf Einwände sollten sie positiv antworten können.

Wenn das alles erledigt ist, gibt es eigentlich nur mehr eine letzte Hürde zu nehmen.

Die Angst abgelehnt zu werden

Alle Vorbereitung bringt nichts, wenn wir am Ende die Nummer nicht wählen und das Gespräch nicht zustande kommt, weil wir uns vor Ablehnung fürchten. Ich bin an anderer Stelle schon mal auf dieses Thema eingegangen und möchte es deshalb hier nicht noch mal vertiefen, deshalb hier nur so viel.

Wenn Sie selbst davon überzeugt sind, dass Sie für den Angerufenen GENAU das Passende haben (nicht bloß eine Option)

Wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, und Ihr Anliegen in positiven Worten für den Angerufenen erklären können

Wenn Sie daran interessiert sind dem Angerufenen etwas Gutes zu tun/zu zeigen/zu bringen

WESHALB fürchten Sie sich dann davor abgelehnt zu werden?

Sicherlich, nicht jeder wird Ihr Angebot annehmen – aber das liegt am freien Willen der Menschen – und diesen zu Respektieren ist die Grundvoraussetzung um langfristig glücklich und erfolgreich als Networker leben zu können.

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Schmerz lass nach …

Ablehnung tut weh

Gerade am Anfang – wenn man frisch ins Geschäft einsteigt – lernen alle Jung-Networker erst mal was es heißt anders zu sein. Da kommen gleich jede Menge Ratschläge aus dem persönlichen Umfeld

“Bei SO WAS machst du mit – die ziehn dich doch nur über den Tisch, der Bekannte eines Schwagers der Arbeitskollegin in der letzten Firma is mit sowas mal viel Geld los geworden.” oder

“Das ist doch viel zu teuer” oder ” … is ja nett und schön wenn dein Sponsor erfolgreich ist, aber glaubst du wirklich das du das auch kannst?”

Im Grunde meinen es die meisten “Ratgeber” ja gut mit dem Jung-Networker, aber gleichzeitig zeigt es, dass sie ihm als Person nicht zutrauen, anders als alle anderen ihr Leben meistern zu können.

Für jeden Menschen ist eine solche Erfahrung schmerzhaft, die Frage ist nur wie man damit umgeht.

Ohne jetzt in den klassischen Trainerchargon fallen zu wollen, aber als Jung-Networker muss man sich im Klaren sein, dass nicht jeder es gut heißt, wenn man etwas neues macht.

Man stelle sich folgende Situation vor:
Ein neues Lokal eröffnet und schmeißt eine große Eröffnungspartie damit gleich von Beginn an möglichst viele Menschen in der Umgebung wissen, dass dieses neue Lokal existiert. Es werden 5000 Flugblätter mit der Post versandt und bei der Eröffnungsparty kommen 100 Gäste – was wird sich der Lokalbesitzer denken “MIST 4900 sind nicht gekommen!” oder freut er sich über die Gäste die da sind?

Ein Lokalbesitzer wird versuchen, den anwesenden Gästen einen möglichst schönen Event zu bieten, damit die dann im Umfeld erzählen das dieses neue Lokal tatsächlich einen Blick wert ist.

Als Jung-Networker müssen wir es ihm gleichtun:
Beispielsweise schmeissen wir 1 Produktpartie wo der Sponsor des Jung-Networkers die Produkte, welche ja ab sofort beim Jung-Networker zu beziehen sind, vorstellen wird, und gleich auch die Firma die dahinter steht und die Geschäftsmöglichkeit für jeden erwähnt.
Zusätzlich dazu, wird der Sponsor mit dem Jung-Networker gemeinsam die ersten Kundengespräche und Geschäftsvorstellungen machen. Einerseits lernt der Jung-Networker dann direkt worum und wie es geht, andererseits kann die Erfahrung des Sponsors zu den ersten Erfolgserlebnissen beitragen.
Als drittes wird der Sponsor mit dem Jung-Networker Telefon+Ansprachetrainings machen, damit dieser nicht jeden Fehler den es gibt selbst machen muss, sondern an der Erfahrung des Sponsors teilhaben kann.

Also ist es nicht schlecht, zwischendurch an den Lokalbesitzer zu denken – freut euch über die Zusagen, Abschlüsse,… – und grämt euch nicht über die Absagen. Vielleicht kommt er oder sie ja bald wieder auf euch zurück, und wollte vorab nur sehen wie es euch mit dem neuen Geschäft so geht.

Hierzu noch kurz meine eigene Erfahrung:
Viele der Personen, die mich belächelt haben, haben heute Respekt vor mir – weil ich durch die harte Zeit durchgegangen bin.

Einige Personen machen es mir nun nach, und starten jetzt selbst ins Network mit mir als Sponsor, da ich in ihren Augen bewießen habe das es funktioniert.

Wenige Personen die der festen Meinung waren, dass ICH das nicht kann, warten sogar heute noch darauf, dass ich mit zusammengekniffenen Gesicht bei ihnen antanze und um finanzielle Hilfe bitte um einem Privatkonkurs zu entgehen.

KEINE EINZIGE Person hat mit mir gebrochen, weil ich mit Network Marketing mein Geld verdiene.


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