Das Telefon – der natürliche Freund(Feind) des Networkers?

Hi zusammen, die letzte Woche war sehr dicht gepackt, weshalb ich nicht dazugekommen bin, hier weiterzumachen – aber heute nehme ich mir wieder mal die Zeit dafür.

Das Thema ist wohl bekannt – unser Telefon, dessen Verwendung und die Angst davor

Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich euch noch mal von meinen eigenen Anfängen und Missverständnissen erzählen. Wie ich schon mal ausgeführt habe, dachte ich am Anfang ich wäre Verkäufer und Warenpräsentator, und verkaufte einen Großteil direkt aus dem Kofferraum meines Kombi. Weshalb tat ich mir diese Tortour an? Ganz einfach – ich wusste nicht woher ich Kontakte zaubern sollte, und hab jeden vereinbarten Termin mit einer Türklinken-Tour in der entsprechenden Gegend kombiniert.

Auch damals telefonierte ich – um mit Kunden in Kontakt zu bleiben, aber 90% meiner Zeit (6-9 Stunden/Tag) verbrachte ich im Auto mit den “Verkaufstouren”. Und verdiente dabei kaum einen Cent weil das Auto sämtliche Margen auffraß.

Heute ist das ganz anders.

Ca. 80% meiner Arbeit erledige ich heute mit Telefon und Internet, d. h. ca. 1200-1500 Minuten Telefongespräche /Monat ( ca. 350-400 Einzelgespräche) + täglich 1Stunde Internet = ca. 50 Stunden Arbeit/Monat = ca. 11 Stunden Arbeit/ Woche = in ca. 2 Stunden/Tag erledige ich 80% meiner Arbeit.

Deshalb möchte ich heute auf den natürlichen Freund des Networkers eingehen

Viele Neueinsteiger fürchten sich vor dem Telefongespräch – aber es lohnt sich dieser Herausforderung zu stellen.

Vorbereitung ist ALLES:

Bevor man das Telefon zur Hand nimmt sollte man Einiges überlegt und zurecht gelegt haben.

1) RUHE schaffen – nichts verhindert den Erfolg beim telefonieren so effizient wie Störungen aus  dem Hintergrund

2) WEN rufe ich WESHALB an? -  (Namensliste!!!) für den positiven Gesprächseinstieg eignen sich persönliche Dinge sehr gut ( ….weil ich Sie als netten aufgeschlossenen Menschen mit Durchsetzungskraft in Erinnerung habe; …weil die gemeinsame Freundin xxx empfohlen hat ich sollte mich an Sie als kompetenten Ansprechpartner wenden; …)

3) WAS ist das Ziel des Telefonats? - Info-email, Termin, Meeting, Verkaufsabschluss,…. – wenn sie selbst nicht wissen was sie wollen, woher soll es dann der Angerufene erkennen

4) WIE (mit welchen Worten) erreiche ich das Ziel? – Schreiben Sie sich kurze prägnante Sätze zusammen, die Ihr Anliegen positiv formuliert (für den Angerufenen) klarstellen. Auch auf Einwände sollten sie positiv antworten können.

Wenn das alles erledigt ist, gibt es eigentlich nur mehr eine letzte Hürde zu nehmen.

Die Angst abgelehnt zu werden

Alle Vorbereitung bringt nichts, wenn wir am Ende die Nummer nicht wählen und das Gespräch nicht zustande kommt, weil wir uns vor Ablehnung fürchten. Ich bin an anderer Stelle schon mal auf dieses Thema eingegangen und möchte es deshalb hier nicht noch mal vertiefen, deshalb hier nur so viel.

Wenn Sie selbst davon überzeugt sind, dass Sie für den Angerufenen GENAU das Passende haben (nicht bloß eine Option)

Wenn Sie Ihre Hausaufgaben gemacht haben, und Ihr Anliegen in positiven Worten für den Angerufenen erklären können

Wenn Sie daran interessiert sind dem Angerufenen etwas Gutes zu tun/zu zeigen/zu bringen

WESHALB fürchten Sie sich dann davor abgelehnt zu werden?

Sicherlich, nicht jeder wird Ihr Angebot annehmen – aber das liegt am freien Willen der Menschen – und diesen zu Respektieren ist die Grundvoraussetzung um langfristig glücklich und erfolgreich als Networker leben zu können.

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